Schlaflexikon

CRH – Corticotropin Releasing Hormone


1. November 2017

Das Corticotropin-Releasing Hormone ist ein Hormon, welches im Hypothalamus (Zwischenhirn) gebildet wird. Die Aufgabe von CRH ist es, die Produktion von adrenokortikotropen Hormonen anzuregen, welche wiederum die Produktion von Glukokortikoiden, Mineralokortioiden und Sexualhormonen regelt. Die Ausschüttung wird vom circadianen Rhythmus gesteuert. Morgens findet eine stärkere Ausschüttung statt als am Abend. Unabhängig vom Biorhythmus fördern Angst oder Stress die Ausschüttung von CRH.

Das Corticotropin-Releasing Hormone steigert in der Leber die Bereitstellung von Glukose und Lipiden. Der Blutdruck, die Herzfrequenz und das Herzzeitvolumen steigen an. Im Gastrointestinaltrakt (also Magen und Darm) wird für eine niedrige Motilität (Körperprozesse) gesorgt, um die Ressourcen des Körpers besser zu nutzen.

Entsteht ein CRH-Mangel, so hat dies Auswirkungen auf die oben genannten Prozesse und schlägt sich in einem Glukokortikoidmangel nieder. Dieser sorgt für eine starke Müdigkeit und Schwäche, die zu einem Leistungsabfall führt. Zudem können Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme, Erbrechen, Übelkeit und Durchfall eine weitere Folge sein. Ein CRH-Mangel entsteht durch eine Veränderung des Hypothalamus oder durch Einnahme gewisser Medikamente. Die häufigste Ursache eines Corticotropin-Releasing Hormone-Mangels sind Steroidbehandlungen, die oft bei Entzündungen der Haut, Lunge oder Gelenke verwendet werden.

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