Schlafmagazin

Hypnose und Schlaf


6. Februar 2019

Wir kennen den Zustand des Wachseins in Abgrenzung zum Schlaf. Trance, Meditation und Hypnose hingegen, sind für uns schwieriger zu greifen und scheinen ihren eigenen Gesetzen zu folgen. Besonders Hypnose verbinden viele Menschen mit schwingenden Pendeln, Manipulation, Kontrollverlust und Show-Faktor. Tatsächlich ist Hypnose jedoch eine Möglichkeit, in Verbindung und Absprache mit unserem Unterbewusstsein Probleme zu erkennen und zu lösen. Auch im Bereich Schlafstörung gilt Hypnose als anerkanntes Mittel.

  1. Was ist Hypnose?
    1. Der hypnotische Zustand
    2. Suggestion, Aplharhythmen und das Unterbewusstsein
  2. Wie funktioniert Hypnose?
  3. Wann und wo wird Hypnose eingesetzt?
    1. Hypnose und Schmerz
    2. Risiken
  4. Hypnose und Schlaf
    1. Schlafstörungen
    2. Hypnose gegen Schlafstörungen
    3. Welche Verfahren gibt es?
  5. Fragen und Fakten zu Hypnose und Schlaf

Was ist Hypnose?

Hypnose ist eine Form der Trance und deshalb weniger weit vom Alltag entfernt, als man vielleicht denkt. Denn der Trancezustand ist ein alltägliches Phänomen: Wir erleben ihn zum Beispiel, wenn wir ein spannendes Buch lesen oder einen Film im Kino schauen. Dabei vergessen wir unsere Umgebung, wir nehmen äußere Reize weniger intensiv wahr und sind sehr fokussiert. Auch auf der Autobahn kann es zu kurzen Trance-Phasen kommen. Während einer solchen Trance-Periode ist man besonders empfänglich für Suggestionen – so erlebt man Filme während eines Kinobesuchs beispielsweise häufig als reale Erfahrungen.

Der hypnotische Zustand

Der Begriff Hypnose kommt vom altgriechischen Wort „Hypnos“, das Schlaf bedeutet. Die Hypnose ist tatsächlich ein schlafähnlicher Zustand. Es können kognitive Prozesse angestoßen werden, die im Wachzustand nicht möglich wären. Wir befinden uns während des Schlafens in einem Zustand der Entspannung. Unser Gehirn ist aktiv, jedoch werden einige Reize, zum Beispiel im Bereich der Motorik, nicht ans Hirn weitergeleitet. Unser rationales Denken hat Pause, dafür arbeitet unser Unterbewusstsein umso intensiver. Die Hypnose ist ein Zustand aktiven Erlebens. Dabei werden bestimmte Hirnaktivitäten stimuliert, die in diesem schlafähnlichen Zustand normalerweise nicht aktiv wären – zum Beispiel das Sprachzentrum.

Suggestion, Alpharhythmen und das Unterbewusstsein

Hypnose ist ein suggestives Verfahren. Die suggerierten Situationen empfindet unser Unterbewusstsein als real und stuft sie als Erfahrungen ein, die direkt ihren Weg ins Langzeitgedächtnis finden. Hypnose beschreibt also einen Zustand gesteigerter Lernfähigkeit und bietet außerdem die Möglichkeit, direkt mit dem Unterbewusstsein zu kommunizieren. Obwohl das Unterbewusstsein während einer Hypnose intensiv arbeitet, befindet man sich während einer Sitzung in tiefer Entspannung. Man spricht hierbei von einem „Alpha-Zustand“: In bestimmten Regionen des Gehirns verändern sich die Beta-Wellen zu Alpha-Wellen. Der Alpha-Rhythmus wird im Allgemeinen mit Entspannung und konzentrierter Aufmerksamkeit verbunden. Der Trancezustand zeigt sich auf einem EEG in Form von flachen, langsamen Wellen, die den Ruhemodus des Körpers belegen.

Eine Studie der Stanford University School of Medicine untersuchte 2016 die Auswirkung von Hypnose auf unser Gehirn. Dabei ließ sich eine Verbindung zwischen dem dorsolateralen präfontalen Cortex und dem Cortex insularis feststellen. Diese Verbindung kann man als Schnittstelle zwischen Gehirn und Körper beschreiben, die es dem Gehirn möglich macht, organische Vorgänge zu beeinflussen und besser zu verarbeiten. Außerdem zeigte sich, dass wir im hypnotischen Zustand Handlungen von unserem Bewusstsein entkoppeln, uns also auf Suggestionen einlassen können, ohne diese zu reflektieren und zu bewerten. Das bedeutet nicht, dass wir während einer Hypnose willenlos sind oder abseits jeder Moralvorstellung denken und handeln. Aber wir können einen Zugang zu unserem Unterbewusstsein finden und lernen, wahrzunehmen, bevor wir relativieren, bewerten, einschätzen.

Hypnose
Hypnose muss nicht unbedingt etwas mit Pendeln zu tun haben.

Wie funktioniert Hypnose?

Im Film werden Menschen oft gegen ihr Einverständnis hypnotisiert, werden willenlos gemacht. In Jordan Peeles komödiantischem Horror-Thriller „Get Out“ (2017), bringt die Schwiegermutter des Protagonisten Chris, diesen mithilfe klimpernder Geräusche ihres Kaffeelöffels in einen tranceartigen Zustand. Während der Hypnose ist Chris komplett paralysiert und nicht in der Lage selbst zu handeln. Der Film zeigt Hypnose als das Manipulationsverfahren, für das es viele Menschen fälschlicherweise halten.

Eine solche Vorstellung von Hypnose und Trance wirft ein falsches Bild auf die Praxis. Hypnoseverfahren wirken bei jedem Menschen anders und sind deshalb schwer zu verallgemeinern. Fakt ist jedoch, dass Hypnose immer eine Form der Selbsthypnose ist: Nur wer sich dem Verfahren empfänglich zeigt, kann in den Trancezustand einsteigen. Der Hypnotiseur nimmt dabei lediglich eine unterstützende Position ein. Je nach Ziel der Hypnose gibt es verschiedene Induktionsverfahren. Während der Hypnose wird unser Unterbewusstsein zum Schutzschild. Wir sind die ganze Zeit über fähig, die suggerierten Situationen und Glaubenssätze einzuschätzen, anzunehmen oder abzulehnen.

Hypnose ist zu unglaublichen Dingen im Stande. Sie kann auf körperlicher und geistiger Ebene wirken und damit organische, wie auch psychische Vorgänge im Menschen veranlassen. Sie kann mit verschiedensten Techniken und Verfahren innerhalb von Minuten erzeugt werden. Oftmals spielen dabei konkrete Sprachmuster eine Rolle, die zur Tiefenentspannung anregen. In manchen Religionen werden spirituelle Trancen auch durch Tänze eingeleitet.

hypnose frei
Hypnose kann uns an wunderbare Orte versetzen, hilft uns, unserem Unterbewusstsein freien Lauf zu lassen.

Wann und wo wird Hypnose eingesetzt?

Hypnoseverfahren sind bereits seit vielen Jahrzehnten Teil verschiedener medizinischer und therapeutischer Gebiete. Besonders in der Psychotherapie kommt Hypnose häufig zum Einsatz. Dabei ist sie keineswegs eine sofort wirkende Wunderwaffe, sondern vielmehr eine Unterstützung bei der Auflösung von bestehenden Konflikten. Sie hilft uns, einen Zustand zu erreichen, in dem wir Situation neu betrachten, bewerten und möglicherweise lösen können. Grade bei Angststörungen und Depressionen helfen Hypnosetechniken oft, den Kern des Problems zu erkennen und das Unterbewusstsein gegen dieses Problem zu stärken.

Hypnose hilft uns, uns und unser Unterbewusstsein von etwas zu überzeugen. Es wirkt wie bereits erwähnt nicht nur auf geistiger, sondern auch auf körperlicher Ebene. So werden Krankheiten wie Migräne, Trigeminusneuralgie oder Fettleibigkeit immer öfter hypnotisch therapiert. Eine Studie der Universität Tübingen zeigte zum Beispiel, dass sich die Hypnotherapie bei übergewichtigen Patienten gegenüber anderen diätischen Therapien deutlich effektiver äußerte und sich auch nachhaltig auf die Lebensqualität auswirkte. Auch bei der Raucherentwöhnung zeigt Hypnose deutliche Effekte: Im hypnotischen Zustand wird unser Unterbewusstsein davon überzeugt, dass es kein Nikotin braucht und kann die Abhängigkeit leichter überwinden.

Hypnose und Schmerz

Besonders interessant ist die stark schmerzlindernde Wirkung von Hypnose. Schmerz ist ein psychologisches Phänomen und damit auch psychologisch beeinflussbar. Hypnose kann die Wahrnehmung von Schmerz dramatisch verändern und damit besonders bei chronischen oder psychosomatischen Schmerzen helfen. Eine Studie von klinischen Psychologen der Universität Jena hat unser Schmerzempfindung während einer Hypnose untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass Schmerzsignale im Trancezustand zwar zur Gehirnrinde gelangen, jedoch anders verarbeitet und dadurch verändert wahrgenommen oder ganz ausgeschaltet werden.

Die veränderte Verarbeitung von Schmerzinformationen können sich auch Chirurgen zu Nutze machen: Damit Patienten während einer Hirnoperation ansprechbar bleiben, werden sie oftmals nur lokal betäubt und von einem Hypnotherapeuten in Trance versetzt. Auch bei Parkinson Patienten wird viel mit Hypnose behandelt. Während eine medikamentöse Narkose einen Körper immer schwächt und teilweise noch längere Zeit ausknockt, zeigt eine hypnotische Trance keine Nebenwirkungen. Auf die postoperative Wundheilung kann Hypnose ebenfalls einen positiven Einfluss nehmen. Auch Zahnärzte behandeln ihre Patienten immer öfter unter Hypnose, um den Gebrauch von Anästhetika und ihre Nebenwirkungen zu vermeiden.

Unser Geist ist zu Unglaublichem fähig, wenn er es schafft, Blockaden, Glaubenssätze oder Ängste zu ergründen und aufzulösen. Hypnose verschafft uns Zugang zu unserem Innern und kann helfen, körperliche wie seelische Heilungsprozesse voran zu treiben.

hypnose pain
Besonders bei chronischen Schmerzen wirken Schmerzmittel oft nicht mehr. Hier kann Hypnose eine neue Perspektive bieten.

Risiken

Entgegen vieler Vorstellungen ist Hypnose nicht besonders risikoreich. Hypnotisiert kann nur der werden, der es zulässt. Ein Hypnotiseur kann seine Patienten also nicht beliebig manipulieren oder gegen ihren Willen hypnotisieren. Das Unterbewusstsein schützt uns vor ungewollten Fremdeinwirkungen. Auch die Angst davor, in einer Hypnose stecken zu bleiben ist unbegründet. Nach einiger Zeit wacht jeder Mensch ganz von selbst aus einer Hypnose auf. Wie auch bei einer klassischen Verhaltenstherapie können durch eine Hypnose Dinge ans Licht kommen, die unser Unterbewusstsein verdrängt hat und die uns zunächst schockieren. In den meisten Fällen helfen uns diese Entdeckungen jedoch, uns besser kennen zu lernen und unseren Problemen auf den Grund zu gehen.

Hypnose und Schlaf

„Hypnos“ bedeutet Schlaf. Bereits der Name weist auf die enge Verbindung von Hypnose und Schlaf hin. Auch wenn der hypnotische Zustand nicht deckungsgleich mit unserem Schlaf ist, so können wir uns ihn trotzdem zu Nutze machen, um unseren Schlaf einzuleiten und Schlafstörungen zu überwinden.

Schlafstörungen

Fast jeder kennt sie und hat bereits unter ihnen gelitten. Schlafstörungen werden oft auf die leichte Schulter genommen, sind allerdings Auslöser für Unkonzentriertheit, Unruhe, Gereiztheit und körperliche Schwächen. Bei Schlafstörungen ohne organische Ursachen unterscheidet man zwischen Dyssomnien und Parasomnien. Dyssomnien sind primär psychisch bedingte Zustände, Parasomnien sind abnorme Episoden während des Schlafs wie zum Beispiel Schlafwandeln oder regelmäßige Alpträume. Besonders häufig sind auch Einschlafstörungen. Diese sind oft Folgen von unruhigen, ängstlichen Gedanken, die uns nicht abschalten lassen. Während wir schlafen verarbeiten wir die Erlebnisse des Tages, unsere Gefühle und Gedanken. Dieser Prozess findet vor allem während des REM-Schlafs statt, einer der fünf Schlafphasen, während der unser Geist besonders aktiv ist. Schlafstörungen behindern diese Form der nächtlichen Verarbeitung und sorgen deshalb für massive geistige und körperliche Einschränkungen.

hypnose schlaflos
Schlafstörungen sind ein ernstzunehmendes Problem

Hpynose gegen Schlafstörungen

Hypnose legt ihren Fokus auf körperliche und geistige Balance und Entspannung und nimmt damit generell positiven Einfluss auf Schlaf- und Wachzustand. Bei Schlafstörungen zeigen Hypnotherapien meist sehr schnellen Erfolg, sorgen für eine rasche Symptomlinderung und tragen oft sogar zu einer vollständigen Heilung bei. Hypnose hilft häufig vor allem dabei, den Angst-Schlaflosigkeit-Kreislauf zu durchbrechen, nimmt uns also die Angst vor dem Nicht-schlafen- Können. Außerdem können hypnotische Therapieverfahren am Tag Problemlösungen erzielen, die der Patient dann nicht mehr nachts mit sich selbst ausmachen muss.

Welche Verfahren gibt es?

Es gibt verschiedene Hypnoseverfahren, die man zum Großteil auch alleine zuhause ausprobieren kann. Wichtig ist vor allem, sich auf die Techniken einzulassen und sich die Zeit zu nehmen, die es braucht, bis eine Hypnose ihre Wirkung zeigt. Ungeduld oder Skepsis wirken sich negativ auf die Verfahren aus. Oft hilft es, sich zunächst professionell anleiten zu lassen, bis man schließlich auch selber in der Lage ist mit hypnotisierenden Techniken zu arbeiten.

EFT

EFT steht hier für Emotional Freedom Technique und ist eine anerkannte, wissenschaftlich fundierte Therapiemethode. Es handelt sich um eine sanfte, aber sehr effektive Klopfakkupressurtechnik, bei der man gezielt auf Stellen des Körpers klopft und dabei bestimmte Formulierungen wiederholt. Anders als bei klassischen Akkupunktur-Therapien arbeitet man hier ohne Nadeln. Die Technik kann je nach Ziel auch eine einschläfernde, entspannende Wirkung haben.

Selbsthypnose

Die Selbsthypnose ist eine besonders beliebte Form der Bekämpfung von Einschlafstörungen. Sie wird oft mithilft von Hypnose-CDs durchgeführt, die durch visuelle Prozesse zur Entspannung anleiten und einen an die Schwelle des Schlafs bringen. Autogenes Training ist eine Form der leichten Selbsthypnose. Solche Methoden werden vom Unterbewusstsein meistens schnell auf- und angenommen und verhelfen zu einem neuen Schlafverhalten. Selbsthypnose funktioniert auch ohne Hilfsmittel; man kann sich selbst suggerieren, dass man gut einschläft, durchschläft und erholt aufwacht, sodass das Unterbewusstsein sich schließlich selbst davon überzeugt.

Hypnoanalyse

Wie der Name bereits sagt ist die Hypnoanalyse eine analytische, aufdeckende Form der Hypnose. Die Praxis weist deutliche Parallelen zur Psychoanalyse auf und wird durch einen Hypnotherapeuten begleitet. Gemeinsam mit dem Patienten betreiben die Therapeuten Ursachenforschung und suchen nach Lösungsansätzen, die das Unterbewusstsein annimmt. Auf diese Weise können Blockaden und Ängste gelöst und damit auch Schlafstörungen behoben werden.

Systemische Hypnotherapie

Bei dieser Form der Therapie liegt der Fokus auf der Persönlichkeit des individuellen Patienten. Systemisch bedeutet, dass der Patient als Teil eines Systems betrachtet und seinen sozialen Beziehungen besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird. Dadurch gewinnt man Erkenntnisse über die Konflikte, die möglicherweise für die Schlafstörungen verantwortlich sind. Die systemische Hypnotherapie versteht Probleme als eingeengte Form der alltäglichen Wahrnehmung. Die Therapie soll dabei helfen, die Wahrnehmung wieder zu öffnen.

Ressourcen- / Ich-Stärkung

Auch hier stellt sich der Therapieverlauf individuell auf den jeweiligen Patienten ein, beruft sich auf dessen Stärken und Energiequellen und integriert diese in die hypnotische Behandlung. Die Ressourcen- oder Ich-Stärkung holt positive Erlebnisse, Talente und Fähigkeiten hervor und gibt den Patienten somit Kraft für den Alltag. Der veränderte Zugang zu sich selbst hilft, Stress oder Probleme, die zum Beispiel bei Nacht auftreten, anders wahrzunehmen und zu bewältigen.

Hypnose verschafft uns einen Zugang zu uns selbst, hilft uns, wahrzunehmen, zu verstehen und zu bewältigen. Eine hypnotische Therapie bietet neue Möglichkeiten im Umgang mit Ängsten, Depression, Schmerzen oder Schlafstörungen und kann schnelle und effektive Veränderungen erzielen – ganz ohne Schmerz-, Schlafmittel oder Psychopharmaka.

Fragen und Fakten zu Hypnose und Schlaf

Hypnose ist ein schlafähnlicher Trance-Zustand, während dem der Körper entspannt und das unser Unterbewusstsein aktiv ist. Während einer Hypnose sind wir besonders empfänglich für Suggestionen und befinden uns in einem Zustand gesteigerter Lernfähigkeit.
Es gibt unzählige hypnotische Verfahren, die je nach Patient mehr oder weniger Erfolg erzielen. Viele hypnotische Techniken basieren auf einschläfernden bzw. beruhigenden sprachlichen Wiederholungen oder bestimmten Bewegungen.
Wir befinden uns in einem Ruhemodus, was sich auf einem EEG in Form von flachen Wellen zeigt. Unser Körper und unser Geist gehen eine ganz besondere Verbindung ein, durch die organische wie auch geistige Prozesse angestoßen werden können.
Entgegen vieler Vorstellungen kann man nicht gegen seinen Willen hypnotisiert und kontrolliert werden. Nur wer sich der Hypnose empfänglich zeigt, tritt in den Trancezustand ein. Während einer Hypnose funktioniert unser Unterbewusstsein als Schutzschild.
Hypnose bietet einen intensiven Zugang zu unserem Unterbewusstsein und wird sich deshalb besonders in der Psychotherapie zu Nutze gemacht. Auch bei Raucherentwöhnung oder Gewichtsabnahme gilt Hypnose als wissenschaftlich fundierte Behandlungsmethode.
Im hypnotischen Zustand werden die Schmerzsignale in unserem Gehirn anders verarbeitet und damit auch verändert wahrgenommen oder gänzlich ausgeschaltet. Hypnose ist deshalb besonders wirksam bei somatoformen Störungen oder chronischen Schmerzen. Heutzutage arbeiten viele Ärzte sogar bei Operationen mit Hypnose, um den Gebrauch von Anästhetika zu vermeiden.
Hypnotherapien erzielen bei der Behandlung von Schlafstörungen meist sehr schnelle Verbesserungen. Hypnose kann uns helfen, die Angst vor dem Schlafen oder dem Nicht-schlafen-Können zu überwinden und generelle Probleme zu lösen, die uns nachts wach halten.
Ja, es gibt verschiedene Formen der Selbsthypnose. Am gängigsten sind leichte Abwandlungen von autogenem Training, die zum Beispiel mithilfe einer CD oder einem Buch zuhause angewandt werden können.

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