Schlafmagazin

Schlank im Schlaf: Klappt das wirklich?


6. Dezember 2018

Schlank im Schlaf – ein Thema, das so manche Herzen hoffnungsvoll höher schlagen lässt. Doch wie akkurat ist der Ausdruck wirklich? Wir haben uns schlau gemacht und verraten euch hier, was Schlaf in Bezug auf unseren Körper tatsächlich bewirken kann.

Schlaf und Abnehmen

Fakt ist: Unser Wohlbefinden hängt extrem stark von unserer Schlafqualität ab. Immer mehr Menschen bewegen sich in einem Teufelskreis. Gibt es Stress im Job oder privat, schläft man schlechter, geplagt von Grübeleien. Schlechter Schlaf wirkt sich wiederrum negativ auf unsere Energie- und Hormonhaushalte aus, was den Stress am Tage nur noch erhöht. Schlafstörungen oder Schlafmangel sollten auf keinen Fall unterschätzt werden, denn sie hängen eng mit unserer Gesundheit zusammen. Auch auf unser Gewicht hat Schlaf Auswirkungen. Schlafmangel kann durchaus zu Gewichtszunahme und Fettleibigkeit führen. Das lässt sich meist ganz einfach dadurch erklären, dass zu wenig Schlaf zu weniger Energie und damit Demotivation und Trägheit führt. Auch neigen Menschen, die sehr spät ins Bett gehen, dazu, mehr und ungesünder zu essen. Man merke: Es ist weniger der Schlafmangel an sich, der uns dick macht, als seine Konsequenzen. Unser Schlaf hat direkte Auswirkungen auf unser Verhalten am Tag; auf unsere Bewegung und unser Essen. Wenn schlechter Schlaf uns im übertragenen Sinne dick macht – macht guter Schlaf uns dann im Umkehrschluss schlank? Gibt es tatsächlich so etwas wie „Schlank im Schlaf?“

Abnehmen über Nacht?

Ganz so einfach ist es leider nicht. Guter und ausgiebiger Schlaf alleine führen nicht automatisch zu Erfolgen auf der Waage. Die „Schlank im Schlaf“-Methode funktioniert über eine Kombination aus gezielter Ernährung, ausreichend Bewegung und erholsamem Schlaf. Dabei ist der Diätplan so ausgelegt, dass unser Stoffwechsel über Nacht angekurbelt wird und die Pfunde tatsächlich über Nacht purzeln. Unser Körper ist durchaus im Stande im Schlaf Fett zu verbrennen; dies geschieht jedoch nur durch gezielte Anregung. Wie die „Schlank im Schlaf“-Methode funktioniert und worauf ihr achten müsst, verraten wir euch jetzt in vier einfachen Tipps

Insulin-Reaktion vermindern

Insulin ist das Hormon, das für unsere Fettverbrennung zuständig ist. Bekommt der Körper mehr Nahrung als notwendig, werden Zuckermoleküle aus dem Blut aufgenommen und als Fett gespeichert. Die „Schlank im Schlaf“-Methode schwört deshalb auf eine sogenannte Insulin-Trennkost, bei der Eiweiß und Kohlenhydrate nicht zusammen aufgenommen werden.

Morgens Kohlenhydrate, abends Eiweiß

Die Insulin-Trennkost schreibt am Morgen Kohlenhydrate auf den Speiseplan. Das Frühstück soll so den Energiehaushalt für den Tag garantieren. Abends ist jedoch Low-Carb angesagt: Hier solltest du vor allem Proteine und Eiweiß in Form von Fleisch, Fisch und Eiern zu dir nehmen. Leichte Kost am Abend sorgt für einen ruhigeren Schlaf und vermeidet Phänomene wie Völle-Gefühl oder Blähbauch.

Nicht direkt vor dem Schlafengehen essen

Zwischen den drei täglichen Mahlzeiten sollten im besten Fall ungefähr fünf Stunden Abstand liegen. Dabei ist besonders darauf zu achten, dass die letzte Mahlzeit nicht weit nach 20 Uhr und mit genügend Abstand zum Schlafengehen stattfindet. Bei nächtlichen Kühlschrank-Wander/innen wird „Schlank im Schlaf“ eher weniger anschlagen.

Spät abends keinen Ausdauersport betreiben

Grade für Berufstätige bleibt oft kein anderer Zeitpunkt für körperliche Bewegung, als der Abend. Bis ungefähr 21 Uhr ist ein effektives Training auch noch durchaus möglich. Danach beginnt der Körper bereits mit dem Melatonin-Ausschuss. In dieser Erholungsphase bieten sich Sportarten wie Yoga oder Gymnastik an, die zu einer körperlichen Entspannung führen und sich positiv auf unseren Schlaf auswirken.

Was haben wir gelernt?

Schlaf alleine führt noch nicht zum Ziel. Möchte man sein Gewicht verringern, kommt man an einer Ernährungsumstellung und gelegentlichem Sport nicht vorbei. Dennoch ist der Effekt von gutem Schlaf nicht zu unterschätzen. Die „Schlank im Schlaf“-Methode lebt von einer positiven Wechselbeziehung: Ein gezielter Essensplan kann nachts unsere Pfunde purzeln lassen. Eine erholsame Nacht gibt uns Energie und generiert stärkeren Bewegungsdrang. Durch Sport können wir uns auspowern oder richtig runterkommen, was wiederrum zu einer besseren Schlafqualität führt. Bei all den „Schlank im Schlaf“-Tipps gilt jedoch: Auf den eigenen Biorhythmus und Körper zu hören zahlt sich meistens am stärksten aus!

Fragen und Fakten zum Thema Schlank im Schlaf

Gesunder Schlaf bedeutet mehr Energie und weniger Stress. Menschen, die unter Schlafmangel leiden, neigen oft zu Trägheit und unregelmäßigen Mahlzeiten. Unsere Schlafqualität wirkt sich demnach durchaus auf unsere Gesundheit aus. Diszipliniert essen und regelmäßig fällt einem nach einer erholsamen Nacht sehr viel leichter.
Schlank im Schlaf ist eine Methode, die durch eine Wechselwirkung von gutem Schlaf, gesunder Ernährung und ausreichend Bewegung zum Gewichtsverlust führen soll.
Jeder Körper funktioniert anders. Dennoch empfiehlt es sich, abends grundsätzlich leicht und kohlenhydratarm zu essen. Auch sollte man nicht direkt vor dem Einschlafen noch Nahrung zu sich nehmen.
Sich am Abend nochmal auszupowern ist durchaus empfehlenswert. Jedoch sollte man den Körper nicht zu spät anstrengen. Zu später Stunde bieten sich deshalb Sportarten wie Yoga oder Gymnastik an.
Schlaf alleine führt offensichtlich nicht zum Abnehmen. In Verbindung mit gezielter Ernährung und ausreichender Bewegung kann guter Schlaf dennoch eine wichtige Rolle bei einem Abnehmprozess spielen. Ernährung, Bewegung und Schlaf aufeinander abzustimmen hat grundsätzlich positive Effekte auf dein Wohlbefinden und dein Selbstwertgefühl.

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